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Nneka

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© Patrice Bart-Williams

1980 in Warri (Nigeria) als Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers geboren, verlebt Nneka Egbuna ihre Kindheit und frühe Jugend in Nigeria. Dort lernt sie bei ersten Proben im Schul- und Kirchenchor ihre Lust am Gesang kennen – allerdings ohne an eine Karriere im Pop-Business zu denken. Erst als sie 1999 nach Hamburg zieht, um dort Anthropologie zu studieren, beginnt sie professionell zu singen, tritt in den Undergroundclubs auf und finanziert sich auf diese Weise ihr Studium.

Obwohl sie immer wieder als Support angesagter Künstler (Sean Paul, Seeed, Bilal oder bei Patrics „Nile“-Tour) durch die Republik tingelt, wird sie in Deutschland anfangs nicht wirklich wahrgenommen. Das ändert sich erst, als ihre internationale Karriere zuerst in Großbritannien mit dem Album „No Longer at Ease“ und der Single „Heartbeat“ in Gang kommt. Ihren kontinuierlichen Aufstieg hat sie vor allem der künstlerischen Zusammenarbeit mit DJ Farhot zu verdanken, den sie über einen zufälligen Kontakt kennen lernt. „Bis heute kann er meine Botschaften und von Herzen kommenden Gefühle bestmöglich musikalisch umsetzen“, schwärmt sie über den Produzenten der Hamburger HitSpot Productions.

Als musikalische Vorbilder nennt Nneka zuerst die Reggae-Ikone Bob Marley und ihren Landsmann Fela Kuti, einen Protagonisten des Highlife-Jazz sowie die Rapper Mos Def, Talib Kweli und Lauryn Hill. Doch Reggae hin, Jazz her: Ihre wichtigste musikalische Wurzel und Inspirationsquelle sieht Nneka im HipHop – obwohl sie selbst mehr singt, als rappt. In ihren Texten erzählt sie viel von ihrer eigenen Geschichte, dem Leben in Nigeria sowie ihrer Zeit in Westeuropa. Ihre politischen und sozialkritischen Lieder thematisieren Kapitalismus, Armut und Krieg und formulieren durchaus auch eine moralische Message.

Doch so komplex ihre Themen auch sein mögen, Nneka bringt sie dank spannender Arrangements und ohne jemals banal zu werden, in einem „winning mix of soul, hip-hop and reggae” (Sunday Times) an ihr Publikum. Mal einfühlsam, mal powervoll, mal melancholisch – ganz in der Tradition ihrer musikalischen Vorbilder.

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© Elliot Aubin

Support: Irma

Irma wird 1988 in Douala (Westkamerun) geboren und wächst in einer musikalischen Familie auf – der Vater ist Gitarrist, die Mutter singt mit Leidenschaft im Chor. Und nachdem das Äpfelchen nicht weit vom Stamm fällt, dauert es nicht lang, bis das neugierige Kind Gitarre spielen lernt und ihre Liebe zum Singen entdeckt. Mama und Papa gefällt’s und sie fördern Irma nach Kräften. Die beiden ermöglichen ihr schon mit 15 Jahren den Umzug nach Paris, wo Irma ihren Schulabschluss macht und 2008 ein Master-Studium an der renommierten Wirtschaftshochschule ESCP Europe aufnimmt.

Schon als sie in Paris ankommt, hat sie viel gehört und ein großes Verständnis von Musik. Die Songs ihrer Idole interpretiert sie auf ihre eigene, unbekümmerte Art und stellt davon Videos auf YouTube. Die stoßen auf eine Menge Begeisterung und Irma avanciert zum heimlichen Star des Internet. Angespornt von dieser positiven Resonanz veröffentlicht sie erste eigene Kompositionen, die von ihren Fans genauso gefeiert werden.

Ihr Pop-Soul ist von beachtlicher Qualität. Die Songs leben vom jugendlichen Charme der Kamerunerin, ihrer Unbekümmertheit und der erstaunlichen Reife, die Irma auch schon in jungen Jahren zeigt. Das drückt sich auch in ihrem beeindruckenden Songwriting aus, das zwischen nachdenklicher Prosa und energiegeladenem Frohsinn pendelt. Ihre feinen Arrangements zeugen von einer künstlerischen Versiertheit, die es Irma ermöglicht, auch eingängige Melodien mit großer Raffinesse zu komponieren.

Wie sicher sich Irma ihres Könnens ist und mit welchem Selbstbewusstsein sie ihren Anspruch an die eigene Qualität umsetzt, zeigt ihr imponierendes Debütalbum „Letter to the Lord“ (Platin in Frankreich). Die Songs transportieren eine ganz besondere intime Stimmung, die die Hörer*innen vereinnahmt und berührt. Der Sound tönt nach Pop, Soul, R & B mit einer Prise Funk und spiegelt Irmas Persönlichkeit: vielfältig, ein wenig scheu und dezent, immer authentisch und außergewöhnlich spannend. Grandios!

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