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Lambchop

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Das Phänomen aus Nashville Tennessee

Transzendentale Klangmeditation
In Sachen Lambchop ist Deutschland „aufgewacht“, als Karl Bruckmayer in der Süddeutschen Zeitung das Album „Is A Woman“ (2002) zu einem der zehn besten Alben aller Zeiten hochgeschrieben hatte.
Die Formation ist eine mehr oder weniger stabile Gruppierung von bis zu fünfzehn Musikern, die sich um den Sänger/Songwriter Kurt Wagner (sprich: Körd Wägner) schart. Nach Würzburg reist Wagner nur mit zwei Kollegen an, da die Musik des aktuellen Album „Flotus“ nicht mehr als diese „Nebenfiguren“ benötigt.

Think and make Music new
Wagners musikalische Karriere beginnt Mitte der 80er-Jahre im Plattenladen seiner Ehefrau in Nashville Tennessee, wo er mit Freunden immer wieder Konzerte für verschiedene Acts eröffnet.
Bis 1993 heißt die Gruppe Poster Child. Dann benennt sich die Band aus Copyright-Gründen in Lambchop (Lammkotelett, aber ugs. auch für Männerkoteletten) um. Auftritte der Combo sind zunächst eher selten – Wagner und seine Kollegen sind noch berufstätig – und so beschränkt sich ihre Aktivität im Wesentlichen aufs Studio. Für den Gestaltungsprozess ihrer Stücke gelten keine fixen Regeln. Und so führt der Stil der Gruppierung mit der Zeit vom klassischen Country-Folk über Country-Soul und Jazz bis hin zu Anleihen bei HipHop und elektronischer Musik.
1998 steigt Wagner aus seinem Job als Parkettleger aus und seitdem bastelt er eifrig an der amerikanischen Musiktradition herum.

For Love Often Turns Us Still
Auf dem aktuellen Album Flotus (2016) hat Wagner den Klangkosmos von Lambchop um eine neue Dimension erweitert. Hier setzt er Auto-Tune ein (Musikeffekt, mit dem sich Tonhöhen manipulieren lassen) und verfremdet damit seine Stimme. Und auch Gitarre und Schlagzeug werden durch Drummachine und Computerfrickelei ersetzt. Da passt einmal mehr keine Schublade: Country-Hip-Hop? Electronic White Soul? Was auch immer: Auf jeden Fall spielen Lambchop eine Musik, die zu gleichen Teilen vertraut, gedankenverloren, selbstvergessen und auch befremdlich klingt. In Zweifel und Unsicherheit liegen auch Chancen und so entsteht die Energie, um ganz Neues schaffen zu können. Und so hat Wagner den Sound von Lambchop mal wieder infrage gestellt und neu definiert. Er lässt eingefahrene Muster und Konventionen hinter sich und stellt fest: "A question can be a form of answer" und “For Love Often Turns Us Still” – “Flotus” eben. Also halten wir inne und genießen dabei.

„Beeindruckend, wie nahtlos die Band vorproduzierte Beats, Live-Sampling und instrumentales Musizieren zu einem organischen Ganzen verbindet.“ (Claus Lochbihler, SZ)

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