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Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi

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© Matthias Popp

Uijuijui: Wenn ‚...das Peng nach einer schier unendlichen Reise aus dem Dichterdarm des Wörterwals durch dessen Blutbahn endlich an sein Herz gelangt ist und dort auf das leise singende Bing trifft ...’, dann handelt es sich nicht um eine Wortfindungsstörung, sondern einfach um einen Textauszug aus dem „nullten Kapitel“ der Band „Käptn Peng und Die Tentakel von Delphi“.

In den verzweigten Windungen der Großhirnrinden dieser Jungs möchte man sitzen und dabei zuschaun, wie die Buchstaben sich zu teils absurden Wörtern zusammentanzen und – kaum haben sie sich gefunden – aus den singenden Kehlen purzeln. Und das tun sie eingebettet in den alternativen Hip-Hop-Style der 2012 gegründeten Band.

Surreale Texte treffen beschwipste Mitsing-Refrains, Metaebene trifft heimliches Augenzwinkern – so oder so ähnlich könnte man die Musik der Truppe um den Schauspieler Robert Gwisdek und seinen Halbbruder Johannes beschreiben. Auf jeden Fall: Die Berliner Band passt in keine Schublade. Neben den Tentakel-typischen Sujets wie Wahnsinn, Erleuchtung oder skurrile Monster wird unter anderem die Kreiszahl Pi aufgedröselt, mit rasierten Igeln in einer irren Traumreise durch Spiegelkabinette gejagt oder die Menschheit nach und nach vom marodierenden Planeten gefegt.

Anfangs galten die Tentakel mit ihrem musikalischen Kuriositätenkabinett aus Bürsten, Töpfen, Fahrradklingeln, Betonkübeln, brummelnden Kontrabässen und präparierten Gitarren als die HipHop-Band mit den baufälligsten Instrumenten. Auf „Das nullte Kapitel“ haben sich indes auch ein paar Synthesizerklänge eingeschlichen, die dem maroden Charme des Bandsounds eine skurrile Note geben.

Ihr Auftritt auf dem Hafensommer wird mit Sicherheit ein „gravierendes“ Erlebnis und ein Spaß sowieso.

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