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Juan de Marcos' Afro-Cuban All Stars

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© Eric Politzer

Juan de Marcos' Afro-Cuban All Stars

Mit Juan de Marcos kommt einer der wichtigsten kubanischen Musiker der letzten 30 Jahre auf Europa-Tournee. Mittlerweile behauptet ja jeder Schwippschwager, er sei irgendwie mit dem »Buena Vista Social Club« bekannt oder habe schon mal mit ihm gespielt. Wenn aber heutzutage jemand von sich sagen kann, die Geschichte dieses legendären Ensembles mitgeschrieben zu haben, dann ist das Juan de Marcos. Er lotste Ruben Gonzalez ins Studio, brachte Ry Cooder mit dem damals noch völlig unbekannten Ibrahim Ferrer zusammen, holte Compay Segundo aus der Versenkung und verhalf Omara Portuondo zu einem späten Comeback. Damit legte er den Grundstein zur internationalen Wiederauferstehung der kubanischen Musik.

Schon seit den späten Siebzigerjahren spielt Juan de Marcos mit der Son-Gruppe »Sierra Maestra«. Parallel arbeitete er daran, sich einen Traum zu erfüllen: traditionelle kubanische Musik spielen und sie in einem zweiten Schritt auf neue, moderne Ausdrucksformen übertragen. Das führte Anfang der 1990er-Jahre zur Gründung der »Afro-Cuban All Stars«. Die Idee ist, die junge Elite der kubanischen Musik mit den großen und noch lebenden Stars der 40er- und 50er-Jahre in einem Orchester zu vereinen. Für das Repertoire des Ensembles studierte Juan de Marcos alte Big Band-Arrangements, filterte daraus den Geist der einst geschriebenen Musik und feiert ihn mit Pomp und Circumstances. Die Zusammensetzung der Gruppe ändert sich je nach Projekt. Im Fokus steht der Sound, der klassische und kubanische Stile wie Son und Danzón sowie zeitgenössische Tanzrhythmen wie Timba vereint.

De Marcos ist ein Rastloser: So schnell seine Finger die Tres spielen, so fix ist auch sein Geist. Zwar bleibt die kubanische Musiktradition der Kern seiner Arbeit, doch immer wieder integriert er neue Elemente in seine Musik, kooperiert zum Beispiel mit Rappern oder integriert wenig übliche Musikinstrumente wie Vibraphon und Bassklarinette. Das Publikum auf der Hafentreppe darf sich auf traditionelle und hippe afro-kubanische Rhythmen freuen und auf eine enorme Stilvielfalt: Danzon, Son Montuno, Guaguanco, Mambo und Gujira. Vamos al concierto!

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